Personen | Beitragende | Sabine Huschka

 

Im Widerhall gestischer Muster:
Fragen zum Echolot generativer Verwandtschaft | Künstlergespräch mit Martin Nachbar

Schaubühne Lindenfels | 9. Februar 2013 | 12.45 – 13.30 Uhr

 

Im Nachhall zu Martin Nachbars Performance Repeater. Tanzstück mit Vater (Freitag, 8.2. | 20.00 Uhr) entfaltet sich ein freundschaftlicher Dialog über künstlerische Praktiken des Wiederholens und Heranholens und damit über das choreographische Potential, im Wiedergeholten dem Sich-Erinnern Raum und Gestalt zu geben, um etwas Anklingen zu lassen. Was in Repeater aus der generativen Verwandtschaft von Vater und Sohn erwächst, wird auch in anderen Stücken von Martin Nachbar aus einem produzierten Widerhall gestischer Muster erarbeitet. Mit Blick auf die Choreografien Urheben_Aufheben vertieft das Gespräch Fragen zu einem choreografischen und theoretischen Wissen, Geschichtliches im Raum des Körpers einen Widerhall zu geben. Wie kann Geschichte erkennbar werden, wodurch erinnernde Wiederholung einen Raum vernehmbaren Nachhalls bilden? Diskutiert werden Optionen choreographischer Anordnungen, um Räume und Tiefen des Erinnerns zu erkunden, in denen der Körper Erinnerungspraxis und Widerstandsfläche bleibt.

 

Prof. Dr. Sabine Huschka ist zur Zeit als Gastprofessorin für Theorie und Geschichte des Theaters an der Universität der Künste Berlin tätig. Zuvor mit verschiedenen Gastprofessuren für Theater- und Tanzwissenschaft im In- und Ausland betraut, habilitierte sie sich 2011 am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig mit der kumulativen Schrift »Wissenskultur Tanz: Der choreografierte Körper im Theater«. Außeruniversitär gehört sie seit Jahren zum Leitungsteam des Deutschen Instituts für Tanzpädagogik und war mehrjährige Dramaturgin am TAT/Frankfurt und beim Ballett Frankfurt/William Forsythe.

 

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