Personen | Beitragende | Helene Varopoulou

 

Der Zuschauer als Echofigur

 
Die Frage ist: wo eigentlich befindet sich der Zuschauer? Ist er nur vor der Bühne oder immer schon auch auf ihr zu finden? Gibt es im Zusammenspiel von medialer und realer Präsenz auf der Bühne Figurationen des Zuschauers? Von wem oder was ist dieser ein Echo? Und wie reagiert er auf die narzisstische Versunkenheit des Spiel(er)s in sich selbst? Wir werden fragen, was ein vielfaches Echo ausmacht und inwiefern es auch aus dem Theater so herausruft wie man hineinruft. Und wir werden versuchen unseren Dialog selbst als Echo-Spiel anzulegen.

 

Helene Varopoulou ist Kritikerin, Übersetzerin (u.a. Heiner Müller, Bertolt Brecht, Walter Benjamin, Aischylos, Euripides) und Theaterwissenschaftlerin; zur Zeit ist sie als Beraterin der Athener Concert Hall Megaron tätig. Von 1998 bis 2008 fungierte sie als Konsultantin des Nationaltheaters Athen. Helene Vaporoulou war mehrere Jahre Leiterin der Sommerakademie des Nationaltheaters Athen (2000 bis 2009) und Direktorin des Internationalen Theaterfestival Argos (1994 bis 1997). Lehrtätigkeiten übte sie an den Universitäten Athen, Thessaloniki, Patras, Frankfurt am Main und Berlin aus.
Zu ihren Publikationen zählen u.a.: Passagen, Theater der Zeit 2009; To zondano Theatro (Das Lebendige Theater), Athen Agra Verlag 2002; Dystinos Angelos (Glückloser Engel), Athen Agra Verlag 2002 und Essays für Performance Research. Darüber hinaus initiierte sie die erste umfängliche Ausgabe von Texten Heiner Müllers.