Programm | Performance/Arts

friendly fire (Leipzig) | »ECHO/RAUM #1: Echo und Narziss« | Performative Installation

Tipi im Westwerk | Karl-Heine-Straße 87 | 8. Februar 2013 | 12.30–15.30 Uhr & 18.00–21.00 Uhr 9. Februar 2013 | 12.00–16.00 Uhr

Der Maler Nicolas Poussin griff in seinem Werk immer wieder auf Ovids Geschichte von Echo und Narziss zurück. Immer wieder taucht das Paar in seinen bzw. ihm zugeschriebenen Bildern auf. Doch gerade in der kontinuierlichen Wiederholung der Figuration hinterlassen Poussins Bilder einen Zweifel: wie steht es mit dem vermeintlich selbstverständlichen und zwischen Echo und Narziss, Narziss und Echo? Was zeigt es an, vielleicht allzu selbstverständlich, was verdeckt und verstellt es? Echo und Narziss, das ist mindestens auch: Narziss minus Echo = Narziss Superstar. Die Konjunktion verbindet, indem sie verdeckt und verschließt, was als Konflikt und Frage, als unheimliche Wiederkehr, weiter wirkt. weiterlesen

 

Martin Nachbar (Berlin) | »Repeater. Tanzstück mit Vater« | Performance

Schaubühne Lindenfels | Ballsaal | 8. Februar 2013 | 20.00 Uhr

Früher haben mein Vater und ich gemeinsam mit Holz gebastelt, Fahrräder repariert, Kirschen gepflückt und Reisen unternommen. Heute ermöglicht meine Tätigkeit als Choreograph nur noch wenig Zeit und Raum für gemeinsame Projekte.
Das Stück »Repeater« ist ein Lösungsvorschlag: Ich lade meinen Vater, den Pensionär, ein, an meiner Arbeit teilzuhaben als Amateur im eigentlichen Wortsinn – als Tanzliebhaber. Dabei geht es auch um die Konfrontation lang gehegter Konflikte ebenso wie um das Entdecken überraschender Vorteile des Anderen. weiterlesen

 

Jana Seehusen (Hamburg/Berlin) | »Auf anmutige Art eine Bestie zu bändigen« | Ausstellung

Südseite | Karl-Heine-Straße 55 | 7.–9. Februar 2013 | Auftakt | 8. Februar | 14.15 Uhr

Die Aussicht aufs Meer beginnt fernab der See mit Blick auf die Bilder derselben. Gebräuchlich als Metapher des Aufbruchs oder Untergangs, des Ungewissen und der Verheißung spannen die bekannten Meeresansichten ein weites Bedeutungsfeld auf: vom Sehnsuchtsort bis zum ordnungslos tobenden Raum.
Ausgehend vom Meer als leerem Raum der Staatenlosigkeit wird er in Jana Seehusens Bildmontagen zur verbindenden Projektionsfläche atopischer Ereigniskonstellationen. Sinnbildlicher Träger ist ein Zeitungsausschnitt, der Seewellen und hellen Himmel zeigt. Auf diesem malerisch anmutenden Motiv montiert Seehusen visuelle Konstruktionen, die der Tagespresse entnommene Ereignisse derart kontrovers miteinander verschränkt, dass die Grenze zwischen kulturellem Blick und politischen oder katastrophischen Ereignissen verschwimmt. weiterlesen

 

Book of Abstracts Performance/Arts